Original-Schätze von Sissi und Ludwig II.

2. Oktober 2018  
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Eine einmalige Ausstellung zu den Preziosen der Wittelsbacher ist am 27. und 28. Oktober 2018 bei den Mineralientagen München „The Munich Show“ auf dem Messegelände in Riem zu sehen. Highlights der Sonderschau sind unter anderem Original-Schmuckstücke der beiden berühmtesten Wittelsbacher: Kaiserin Elisabeth und König Ludwig II.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Freistaates Bayern widmet die „Munich Show – Mineralientage München“ ihre größte diesjährige Sonderausstellung der früheren Herrscherfamilie des einstigen Königreichs Bayern. Die „Schätze der Wittelsbacher“ sind am 27. und 28. Oktober auf dem Messegelände in München-Riem zu sehen. Den Besuchern bietet sich die einmalige Gelegenheit, Original-Schmuckstücke aus Museen sowie aus Privatsammlungen zu bewundern, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind.

Die Geschichten hinter den Exponaten

Der Kurator der Ausstellung ist der renommierte Historiker, Kunsthistoriker und BR-Filmemacher Dr. Bernhard Graf. In seinem neuen Bildband „Im Glanz edler Steine. Die Wittelsbacher und ihre Juwelen“, der im Rahmen der Sonderausstellung im Allitera Verlag erscheint, treten die Juwelen der Wittelsbacher als faszinierende Zeugnisse ihrer Zeit auf – ausgehend vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Unter den Exponaten der Ausstellung sind Preziosen der beiden berühmtesten Wittelsbacher: Kaiserin Elisabeth von Österreich sowie Märchenkönig Ludwig II. Wie sehr Sisi damals Wert auf ihr Äußeres legte und wie sie zur Mode-Ikone der damaligen Zeit wurde, lässt sich an ihrem Schmuck ablesen. „Kaiserin Elisabeths extravaganter Stil spiegelte sich auch in ihren Prunkkleidern und vor allem in ihrem Schmuck wider, der während der höfischen Feste funkelnd alle Blicke des Hochadels auf sich zog“, so Graf.

Die wohl bekanntesten Schmuckstücke von Sissi wurden vom Wiener k. u. k. Hof- und Kammerjuwelier und Goldschmied Alexander Emanuel Köchert entworfen: die Diamantsterne, auch Sissi-Sterne genannt. Seine Nachkommen, Christoph und Florian Köchert, erinnern sich an die mündliche Überlieferung der Design-Idee: Elisabeth habe eine Aufführung von Mozarts ›Zauberflöte‹ gesehen, bei der die Königin der Nacht glänzende Sterne im Haar getragen habe. Davon inspiriert, habe sich Sissi solche Sterne auch als Schmuck für ihre Haarpracht gewünscht.

Ebenso sind die Preziosen von König Ludwig II. Zeugnis seiner schillernden Persönlichkeit. Doch er scheute auch keine Kosten und Mühen, wenn es um die Auszeichnung seiner Künstlerfreunde ging. So beschenkte er seinen Lieblingskomponisten Richard Wagner 1877 mit einer Schatulle aus 585er Gold mit unterschiedlichen Diamantrosen in Altschliff und seinem Monogramm, einem doppelt ligierten »L« sowie seiner Königskrone. Er hatte Wagner 1864 aus größter finanzieller Not gerettet und betrachtete ihn als väterlichen Freund und Berater, fühlte sich mit ihm seelenverwandt.

Die Ausstellung vereint Schätze aus der Residenz in München, dem Bayerischen Nationalmuseum, der Staatlichen Münzsammlung, dem Museum Reich der Kristalle, dem Kaiserin-Elisabeth-Museum in Possenhofen sowie von Privatsammlern wie z.B. Monika Levay oder Sepp Schleicher.