INTERGEM 2018: Gute Umsätze, hohe Internationalität

5. November 2018  
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Ekkehard F. Schneider © Herbert Piel

Die INTERGEM 2018 endet mit einer gemischten Bilanz. Rund 2900 Einkäufer besuchten die Fachmesse für Edelsteine und Schmuck, das sind 300 weniger als im Vorjahr. Die meisten der 120 Aussteller berichten aber von guten Geschäften.

„Die INTERGEM konnte sich dem Geschehen der Märkte nicht entziehen“, sagt Messegeschäftsführer Kai-Uwe Hille. „Die schleppenden Verkäufe der Juweliere hatten einen geringeren Bedarf an neuer Ware zur Folge. Das hatte auch Auswirkungen auf die Besucherbilanz. Angesichts der wirtschaftlichen Gesamtlage der Schmuckindustrie und dem Negativtrend bei den meisten Fachmessen weltweit hat sich die INTERGEM aufgrund ihrer Spezialisierung ganz gut behauptet – auch, wenn wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein können und weiter an der Optimierung der Veranstaltung arbeiten.“

Ulrike Weyrich © Herbert Piel

Hermann Grimm © Herbert Piel

Jochen Müller, Präsident der Diamant- und Edelsteinbörse bestätigt dies: „Die Branche steckt in einer Krise, der Rückgang hat ganz sicher keine lokalen Gründe.“ Vor allem die niedrigere Zahl an deutschen Besuchern gegenüber dem Vorjahr fiel auf. Dafür kam mehr internationales Publikum vor allem aus Frankreich, Benelux, Großbritannien, Skandinavien, Japan, China, USA, Schweiz und Österreich nach Idar-Oberstein. Zudem ließen sich hochkarätige Einkäufer von Marken wie Louis Vuitton, Bucherer oder Wellendorff auf der INTERGEM blicken und kauften gut ein. Hier zahlt sich die Stärke der Messe bei seltenen Varietäten und feinen Steinqualitäten aus.

 

Trotz der rückläufigen Besucherzahl zogen die meisten Aussteller eine positive Bilanz. Roman Ruppenthal von der gleichnamigen Idar-Obersteiner Firma sagt: „Nach einem sehr ruhigen Freitag und Samstag registrierten wir am Sonntag reges Interesse mit guten Kaufabschlüssen. Trotz gefühlt weniger Besucher, waren wir mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.“ Dem schließt sich Vikar Ahmed von AV Gems an: „Wir sind zufrieden, die Besucherfrequenz war zwar geringer als im letzten Jahr. Aber die Einkäufer waren qualitativ gut. Wir konnten einige interessante Kontakte knüpfen und gute Geschäfte abwickeln. Wir sind zudem zuversichtlich für das Nachmessegeschäft.“ Die Designerin Andrea Sohne zieht gleichfalls ein positives Resümee: „Speziell am Samstag waren zu wenig Leute da, aber die Besucher, die kamen, schätzten die gute Atmosphäre, die entspannte Stimmung und die tolle Auswahl an ausgefallenen Edelsteinen.“ Auf diese Stärken baut auch die nächste INTERGEM vom 3. bis 6. Oktober 2019.