Edelsteine in Orange

17. August 2018  
Gelistet unter: Edelsteinforum, Thema

Mit Orange assoziieren wir die bunte Farbenpracht des Herbstlaubes, das Farbenspiel eines knisternden Kaminfeuers und generell Wärme und Licht. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Edelsteine in Orangetönen vor, die die Sonne, Kraft und Energie des Sommers im Herbst bewahren. 

Orange ist ein Farbton, der Energie und Lebenslust ausstrahlt und mit dem man den Herbst verbindet, wie mit keinem anderen. Dies zeigt auch die Farbauswahl des Pantone Color Institutes, das die Farbe „Russet Orange“ zu einer der Trendfarben für den Herbst 2018 erklärte. Der Mandarin-Granat ist ein Edelstein, dessen Farbe diesem Trendton recht nahe kommt.

Dies zeigt auch die Farbauswahl des Pantone Color Institutes, das die Farbe „Russet Orange“ zu einer der Trendfarben für den Herbst 2018 erklärte. Der Mandarin-Granat ist ein Edelstein, dessen Farbe diesem Trendton recht nahe kommt.

Der Mandarin-Granat gehört zur Granat-Gruppe, deren Varietäten eine verwandte chemische Zusammensetzung und eine ähnliche Kristallstruktur aufweisen, jedoch in unterschiedlichen Farben vorliegen. Der Name Granat rührt von der rundlichen Form der Rohkristalle her – im Lateinischen wurde der Begriff „granum“ verwendet, was übersetzt soviel wie „Korn“ bedeutet. Im internationalen Edelsteinhandel wird die Bezeichnung „Mandarin-Granat“ auf Grund des lebhaften  und intensiven Farbtones verwendet. In der Gemmologie wird derselbe Edelstein als Spessartin-Granat bezeichnet, denn er wurde im Spessart in der Nähe von Aschaffenburg entdeckt. Dieser Edelstein ist ein Mangan-Aluminium-Silicat, die orange Farbe entsteht durch das Mangan. 

Dank seiner Mohshärte von 7 bis 7,5 und einer hohen Lichtbrechung ist der Mandarin-Granat gut zu verarbeiten, und er entwickelt eine sehr schöne Brillanz. Beste Qualitäten von Mandarin-Granaten mit einem feinen, intensiv leuchtenden Orangeton wurden am Kuene-Fluss in Namibia gefunden, einer Quelle, die schnell erschöpft war. Fundstätten von Mandarin-Granaten finden sich unter anderem in Nigeria, Sri Lanka, Indien, Madagaskar oder Brasilien. 

Mehr zum Thema Edelsteine lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe.

Colleen B. Rosenblat

Ring aus 18 Kt. Roségold und einem Mandarin-
Granat

Richard Hans Becker

Ring „Classic“ aus 18 Kt. Roségold mit Feueropal und Diamanten

Der Feueropal fasziniert mit seinem feurigen Orangeton, nach dem er benannt wurde. Jedoch gibt es viele verschiedene Farbabstufungen in Richtung Gelb und Rot. Von alters her bewunderte man in Indien oder Persien Feueropale, sie symbolisieren die Liebe. Mayas und Azteken bezeichneten den Feueropal als Paradiesvogelstein, da er den Mythen nach aus den Wassern des Paradieses stamme. Generell bestehen Opale aus einem wasserhaltigen Siliziumdioxyd. Von der Struktur her sind Opale ein amorphes Kieselgel mit darin eingebetteten Cristobalit-Kügelchen, die das wunderschöne Farbenspiel eines Opals erzeugen. Spuren von Eisenoxyd sind für die Farbe der Feueropale verantwortlich; in der Regel zeigen sie kein Farbenspiel. 

Beste Qualitäten von Feueropalen zeichnen sich durch folgende Merkmale aus: eine hohe Transparenz und intensive Leuchtkraft sowie eine rot-orange Körperfarbe. Sehr rar und dementsprechend kostbar sind Feueropale, die opalisieren, also ein Farbenspiel zeigen. Generell sind Feueropale empfindlich gegen Hitze, intensives Licht, Säuren und Laugen. Beim Schleifen und Fassen ist daher äußerste Vorsicht geboten. Nur die besten Qualitäten werden facettiert, milchig-trübe Feueropale werden im Cabochonschliff verarbeitet. Die weltweit wichtigsten Fundstätten für Feueropale befinden sich im Hochland von Mexiko in einem Gebiet mit vielen erloschenen Vulkanen. Weitere Vorkommen sind in Brasilien, Australien oder den USA zu finden.