unikate | Schmuck Pforzheimer Gestalter

19. März 2018  
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Brosche "Keine Angst" von Andi Gut

Brosche „Keine Angst“ von Andi Gut

Für seine vor 250 Jahren gegründete Schmuckindustrie ist Pforzheim weltweit bekannt – auch wenn die große Zeit der industriellen Produktion Ende des 20. Jahrhunderts zu Ende ging. Doch gab und gibt es in der Goldstadt seit den 1960er Jahren auch individuelle Schmuckgestalter von herausragender Bedeutung

Diese Konstellation nahm die Pforzheimer Edelstein- und Schmuckfirma Schütt zum Anlass, folgende 18 Schmuckkünstler, die in einer engen Beziehung zu Pforzheim stehen, zu dem Ausstellungsprojekt unikate einzuladen: Hans Bauer, Iris Bodemer, Georg Dobler, Frieda Dörfer, Ute Eitzenhöfer, Katrin Feulner, Jesamine Frei, Spencer Gaudoin, Andi Gut, Grüner Tamara, Winfried Krüger, Kerstin Mayer, Yasutaka Okamura, Oliver Schmidt, Johannes Stoll, Olga Struck(Ola Sruk), Sam Tho Duong, Sylvia Witzenmann.

Aus dem Sortiment der Firma Schütt konnten sich die Gestalter einen Edelstein aussuchen und damit ein Schmuckunikat nach eigenen Vorstellungen herstellen. Die Förderung der lokalen Schmuckkünstler ist der Fa. Schütt ein großes Anliegen, deshalb wurde am Ende der Ausstellung (Mai – Dezember 2017) der unikate-Preis verliehen. Die Besucher der Ausstellung entschieden, welches Schmuckstück ihnen am besten gefiel und bestimmten auf diese Weise, welcher Gestalter seinen Edelstein sein Eigen nennen durfte. Die Fa. Schütt hat darüber hinaus ein Unikat für ihre eigene Sammlung angekauft.

Der unikat-Preis ging an den aus Vietnam stammenden, in Pforzheim lebenden Künstler Sam Tho Duong für seinen Halsschmuck Spinell-Look, in dem er einen synthetischen Spinell verarbeitete.

Der Ankauf ging an Ute Eitzenhöfer, die in Pforzheim studierte und heute als Professorin an der Fachrichtung Edelstein und Schmuck der Hochschule Trier am Standort Idar-Oberstein lehrt. In ihrer Brosche ist ein historischer Aquamarin verarbeitet, der beim Bombenangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 im Tresor der Familie Schütt aufgrund der Hitzeeinwirkung gespalten wurde. Das Schmuckstück wird nach dem Ausstellungszeitraum als unverkäufliches Exponat in die Dauerausstellung aufgenommen.

Aufgrund des sehr hohen Interesses wird es eine Fortsetzung des Ausstellungsprojekts unikate bei Schütt geben. Ab 4. Mai 2018 wird unikate II als Kooperationsprojekt zwischen der Goldschmiedeschule Pforzheim, die in diesem Jahr ihr 250jähriges Jubiläum feiert, und der Firma Schütt eröffnet. Drei Klassen des Berufskollegs präsentieren ihre Schmuckarbeiten mit Edelsteinen von Schütt der Öffentlichkeit.

 

 

Vernissage: Mittwoch, 28. März 2018, 18:30 Uhr

Dauer der Ausstellung: 29.März – 6. Mai 2018

Veranstaltungsort: Villa Bengel, Zugang über Industriedenkmal Jakob Bengel

Wilhelmstraße 42a

55743 Idar-Oberstein

www.jakob-bengel.de

Halsschmuck "Notizen" von Iris Bodemer

Halsschmuck „Notizen“ von Iris Bodemer

Informationen zu unikate:

 

– alle Schmuckstücke sind käuflich zu erwerben

– nächstes Jahr wird es UNIKATE 2018 geben

– Website: www.unikate-pforzheim.de

– Publikation: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. (Euro 15.–)

 

Informationen zu Schütt:

– gegründet 1890 als Edelsteinschleiferei, deshalb ist ein großes Lager an Edelsteinen vorhanden

– Neuausrichtung der Firma Schütt ab 2016:

– stärkeren Bezug zur jungen kreativen Schmuckszene aus Pforzheim aufzubauen und sie zu fördern

Heute:

– Handel mit Edelsteinen und Mineralien

– Seit 1967 existiert auch die beeindruckende Edelsteinausstellung Schütt im eigenen Haus (Eintritt frei, Führungen auf Anfrage)

– Anfertigung von Unikatschmuck in eigener Goldschmiede-Meisterwerkstatt

– thematische Sonderausstellungen

– monatliche Workshops: Lieblingsketten selbst gestalten