Sonderausstellung „Mechanik en miniature – Armbanduhren der Luxusklasse“

19. September 2016  
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armbanduhren_chronometertourbillon_wilhelmrieber_pf2015Die Geschichte der Armbanduhren mit ihren Besonderheiten und faszinierender Technik stehen im Mittelpunkt der Sonderausstellung »Mechanik en miniature — Armbanduhren der Luxusklasse«, die vom 25. November 2016 bis zum 23. April 2017 im Schmuckmuseum Pforzheim zu sehen ist.

Als Auftakt zum Jubiläumsfestival 2017 — 250 Jahre Goldstadt Pforzheim widmet das Schmuckmuseum Pforzheim Armbanduhren und den Raffinessen ihrer Fertigung eine Sonderschau, denn Uhren sind ebenso wie der Schmuck eng mit der Stadtgeschichte verbunden. »Pforzheim bekam 1767 zuerst die Erlaubnis erteilt, Uhren zu fertigen. Der Franzose Jean François Autran bekam damals von Markgraf Karl Friedrich von Baden das Recht zugesprochen, eine Taschenuhrenmanufaktur zu errichten. Erst einige Monate später kam die Schmuckfertigung hinzu. Insofern ist es sinnvoll, das Jubiläum mit einem Uhrenthema einzuläuten«, erklärt die Leiterin des Schmuckmuseums, Cornelie Holzach.

Rund 180 Armbanduhren werden ausgestellt, zum einen von Herstellern wie Cartier, Glashütte, Rolex, Longines, Junghans, Patek Philippe, Omega oder Chopard. Zum anderen sind in einer Art Zeitstrahl auch viele historische Stücke zu bewundern. Im Fokus stehen neben der Geschichte der Armbanduhr die herausragende Präzisionstechnik sowie Besonderheiten mechanischer Uhrwerke. Es sind Armbanduhren zu sehen, die einen Tauchgang bis in 10.000 Meter Tiefe oder einen Flug zum Mond bestens überstehen könnten. Sie stammen aus Privatsammlungen und Museen in ganz Europa. Daneben verdeutlichen Fotos und Zeichnungen sowie kleine Filme die historische Entwicklung, die Trageweise und die Bedeutung dieser Zeitmesser.
Museumsleiterin Cornelia Holzach über die Sonderausstellung: »Wir zeigen nicht nur die beeindruckende technische Vielfalt dieser Uhrwerke, sondern auch die Superlative mit Tourbillon oder die flachste Uhr. Das ist ein spannendes Thema. Ob als nützliches oder modisches Accessoire, Armbanduhren sind im Trend.«

Die Geschichte raffinierter Armbanduhren führt auch nach Pforzheim. Auch heute sind hier noch immer bekannte Uhrenmarken ansässig, darunter Aristo, Bauer-Walser, Laco und Stowa. Die Traditionsfirma Laco wurde 1925 von der Unternehmerin Frieda Lacher gegründet und montierte legendäre Flieger- und Beobachtungsuhren. 1961 schrieb Laco mit der elektrischen Armbanduhr Geschichte, heute liefert die Firma rund um den Erdball. Grieb & Benzinger stellen in aufwendiger Feinarbeit Uhrenunikate der gehobenen Luxusklasse her, die Fricker GmbH ist ein renommierter Gehäusebauer, Rowi produziert Uhrenarmbänder, und Wilhelm Rieber fertigt Armbanduhren mit Tourbillon.

Weitere Informationen unter www.schmuckmueum.de

Öffnungszeiten des Schmuckmuseums Pforzheim Di bis So und feiertags 10 bis 17 Uhr (außer Hl. Abend und Silvester) | Eintritt in die Dauerausstellung 3,00 €, ermäßigt 1,50 €, z.B. mit der SWR2-Kulturkarte, bis 14 Jahre und mit Oberrheinischem Museumspass frei | Gruppenführungen auf Anfrage | Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung sonntags 15 Uhr, 5 €, ermäßigt 3,50 € |