Sagenhafte Ringe

1. Februar 2016  
Gelistet unter: Ästhetik, News

En_Detail_AufmacherEr ist nicht nur eines der beliebtesten Schmuckstücke, sondern auch ein tausende Jahre altes: Der Ring hat in all der Zeit zwar seine Form nicht verändert, aber doch immer wieder sein Aussehen. Was bei der Kreation des Fingerschmucks herausfordernd ist und wie die neuen Trends aussehen, lesen Sie hier.

 

Im „Ring der Nibelungen“ Richard Wagners raubt der König der Zwerge dem Rhein das Gold. Der Sage nach erhält derjenige, der einen Ring aus dem Rheingold schmiedet, grenzenlose Macht. Zu solcher Allmacht verhilft heutzutage wohl kein Ring der Welt, doch seine Symbolkraft ist ungebrochen. Und so wie der Zwergenkönig das Schmuckstück schmieden ließ, entsteht der Fingerschmuck noch heute in vielen Manufakturen nach traditionellen Techniken wie Treiben, Gießen, Mattieren, Sägen und Löten.

 

Am Anfang steht immer die Idee: „All unsere Kollektionen sind aus Themen entstanden. Mit dem Thema erarbeiten wir den Entwurf, der zu einem tragbaren Design reduziert wird“, erklärt Beatrice Müller, Schmuckdesignerin und Inhaberin der Marke Glanz und Gloria, den Entstehungsprozess. Bei der Produktentwicklung kommen diese Inspirationen oft aus verschiedenen Bereichen, wie Karin Vivaldi, Chefdesignerin bei Quinn, weiß: „Wir lassen Ideen aus Messebesuchen, Modeblogs oder aus unserem Alltag in die Entwürfe mit einfließen.“ Damit werden erste Skizzen angefertigt und das Modellieren beginnt. Doch erst wenn der Prototyp zu 100 Prozent perfekt ist, wird mit der Arbeit am Ring selbst losgelegt. Da könne es oft mal „lange Testphasen geben, gerade wenn wir neue Produkte oder Technologien entwickeln“, weiß Chris Rauschmayer, Juniorchef der gleichnamigen Trauringmanufaktur. Einschränkung gebe es natürlich auch in gewisser Weise bei der Kreativität, „weil wir immer die gleiche Ausgangsform haben, nämlich den Ring!“, führt er weiter aus. Die „Ausgewogenheit zwischen den Designansprüchen und der technischen Umsetzung“ sieht auch Karin Vivaldi als die größte Herausforderung bei der Ringkreation. Und geschaffen wird, wie zu Beginn erwähnt, mit jahrhundertealten Fertigungsmethoden in Handarbeit. Die Zuhilfenahme so mancher Maschine ist eine Neuerung der modernen Zeit, welche jedoch der Faszination des Gold- oder Silberschmucks keinen Abbruch tut. Ringe aus Edelmetallen sind beliebt wie eh und je.

 

Eva_StoneRINGTRENDS

Romantik
Der Trend der kleinen, feinen Ringe bleibt bestehen.

Statement
Von großen, farbigen Edelsteinen bis zu kunstvollen Skulpturen ist hier alles möglich.

Edelsteine
Neben zierlichen oder großen Steinen sind nun auch vermehrt ungeschliffene Edelsteine zu sehen.

Gelbgold
ist zurück und gewinnt wieder an Beliebtheit.

 

Noch viel mehr schöne Ringmodelle dieses Frühlings entdecken Sie in der Schmuck Magazin Ausgabe 1/2016.