Ruth Koblassa zum Gedenken (1915–2010)

16. Juni 2015  
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RuthKoblassaAnhaenger01Mit einer eigenen Ausstellung im Souterrain des Deutschen Goldschmiedehauses in Hanau erinnert die Gesellschaft für Goldschmiedekunst an ihr langjähriges Mitglied Ruth Koblassa. Von 18. Juni bis 6. September 2015 sind dort die schönsten Werke aus ihrem umfangreichen Schaffen zu bewundern.

 

Als Tochter von Edmund Koblassa, Hofjuwelier in Potsdam, kam die Goldschmiedin schon früh mit dem Metier in Berührung. Im Laufe ihrer Karriere erweiterte sie ihr Wissen dann bei angesehenen Kollegen wie dem Berliner Goldschmiedemeister Hebert Zeitner oder in Essen bei Elisabeth Treskow. Obwohl sie zwischendurch in den väterlichen Betrieb zurückkehrte, zog es sie letztendlich nach Vreden, wo sie bei der Firma Niessing von 1954 bis 1975 als Designerin und Ausbilderin arbeitete.

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Während Ruth Koblassas Frühwerke eher von dem Bauhausstil inspiriert sind, entdeckte sie später den „Blättchenstil“ für sich, der sich insbesondere im Raum München großer Beliebtheit erfreute. Die Granulationstechnik lernte sie wiederum in der Werkstätte von Elisabeth Treskow kennen und lieben. Viele von Koblassas Unikaten sind außerdem von dem Stil der 1960er und 1970er Jahren geprägt. Die Ausstellung in Hanau vereint nun Schmuckstücke und silbernes Gerät aus all diesen Schaffensphasen und bietet einen spannenden Einblick in das Repertoire einer außergewöhnlichen Schmuckkünstlerin.

 
Deutsches Goldschmiedehaus Hanau
Altstädter Markt 6
63450 Hanau
www.goldschmiedehaus.com