Niemals ohne!

3. November 2015  
Gelistet unter: Ästhetik, News

Aufmacher

Creolen „Indian Summer“ von Yana Nesper

Ohrringe, Ohrclips, Ohrstecker – wie auch immer die schmucken Accessoires genannt werden, die unserem Gesicht von rechts und links her Glanz verleihen … sie gehören zu den Essentials in Sachen Schönheit. Unentbehrlich für „The Look“ und eine echte Stütze fürs Ego. Aktuelle Sieger unserer Trendrecherche: Creolen.

 

Winzig klein oder unanständig groß: Creolen sind die Alleskönner unter den Ohrschmuckklassikern. Schon im letzten Jahr zeichnete sich der Trend ab, nun hat sich bestätigt: Die Kringel am Ohr haben sich durchgesetzt. Denn das Merkmal von Creolen, so verschieden sie auch sind, ist die Kreisform. Mathematisch nennt man sie „Torus“, was wie ein mehr oder wenig dicker Donut aussieht. Mal ist der Kreis vollkommen, mal angeschnitten, mal ganz pur, dann auch wieder mit schmückendem Beiwerk versehen.

Oliver_Heemeyer

Creolen „Blue Swan“ von Oliver Heemeyer

Zu einem kleinen Ausflug in die Geschichte müssen wir den Leser schon bitten. Also, ganz kurz: Fresken und Grabfunde, zum Beispiel im Iran, bezeugen: Schon 2500 v. Chr. wurden Creolen getragen, übrigens von Frauen und Männern. Die alten Ägypter, Griechen, Römer – allesamt Zeugen der wahrhaftig beeindruckenden Geschichte dieses Schmuckstücks. Doch wer gab dem Ohrring den Namen? Naheliegend wäre: die Kreolen, also die Nachkommen der aus Afrika nach Europa und den USA verschleppten schwarzen Bevölkerung. Wahrscheinlicher: Mit dem spanischen Begriff „Criollo“ wurden die Nachfahren von ausgewanderten Spaniern zur Zeit der Kolonialisierung bezeichnet. Und diese trugen gerne den ringförmigen Ohrschmuck, der dann nach ihnen benannt wurde. Es sollte bis zum 20.Jahrhundert dauern, dass sich Creolen in Europa und den USA durchsetzten. Heute jedoch gehören sie unbestritten zu den „Must Haves“ einer jeden Frau und so manchen Mannes. Noch eine Story zu Letzteren: Seefahrer, so wird erzählt, ließen sich ihre Initialen in die Creole gravieren, um bei einem Schiffsunglück besser identifiziert werden zu können. Und der Wert des Goldes diente zur Bezahlung des Begräbnisses …

Georg_Jensen

Creolen „Fusion“ von Georg Jensen

Zurück ins Heute und zur Vielfalt des aktuellen Angebots. Kleine Creolen, direkt am Ohr platziert, schmal oder breit, pur oder mit Steinbesatz, sind ständige Begleiter der Frau. Größere Modelle, die schon auch mal direkt ins Ohr gehängt werden, haben bereits Statement-Charakter. Noch größere Kreise bzw. Creolen fallen vom Ohr direkt ins Auge. Natürlich regen die Loops auch die Fantasie der Designer an, die mit immer neuen Varianten überraschen.

Die Welt des Ohrschmucks besteht nicht nur aus Creolen – besonders trendy sind derzeit auch Pampeln in verschiedenen Längen, Ohrstecker mit Farbsteinen und für den großen Auftritt prächtige Hänger. Entdecken Sie die schönsten Modelle im Schmuck Magazin Ausgabe 4/2015!