Jung und wild

25. August 2016  
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Web_Jung_Wild_Miriam_GonissenGoldschmiedin und Schmuckdesignerin in einer Person – vor zwei Jahren wurde das Label Miriam Gonnissen | Jewellery gegründet. Seitdem sorgen die Schmuckstücke der jungen deutschen Designerin in der branche für Aufmerksamkeit – zu recht! 

Von der „Goldstadt“ Pforzheim aus erobert Miriam Gonnissen die Schmuckwelt. Mittlerweile ist das Multitalent mit seinen Linien „Inversion“ und „Konstruktion“ Stammgast auf internationalen Messen und in der Szene ein klingender Name. Mit dem Designen hat Gonnissen bereits während des Studiums begonnen. Ihre Fähigkeiten hat die Künstlerin auch in einer Goldschmiede auf der griechischen Insel Korfu erweitert. Eine Zeit, aus der sie auch viel Selbstvertrauen und die Fähigkeit zu improvisieren mitgenommen hat. „Ich bin selber auch gelernte Goldschmiedin. Darum bin ich auch in dieser Industrie verwurzelt. Mit meiner Kollektion bin ich aber Freidenkerin“, sagt Gonnissen. So entwickelt sich ein Spannungsfeld, das sich auch als Thematik durch die Arbeiten zieht. Es entstehen zwei eigentlich entgegengesetzte Pole, zwischen denen die Künstlerin aber immer wieder eine Verbindung findet. Das betrifft sowohl die Farben als auch die Materialien, die zur Anwendung kommen. Das Weiche und das Harte, Metall und Faden treffen da unter anderem aufeinander. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Kreationen mit hohem Wiedererkennungswert.

Web_Kettenkollektion_1„Kreativität heißt für mich, etwas zu erfinden. Das kann etwas ganz Neues sein oder aber auch etwas Altes in neuer Zusammensetzung. Wenn man ein Sprachrohr findet, das zu versinnbildlichen, was man eigentlich fühlt, ist man kreativ“, erklärt Gonnissen. Ein grenzenloses Betätigungsfeld also, dessen Potential man nie vollständig ausschöpfen kann. Die Variationsmöglichkeiten für die Kollektionen sind darum auch quasi unendlich. Dementsprechend weitgefasst sieht Gonnissen auch den Schmuckbegriff. „Das beginnt bei unseren Haaren, dem Lebensstil und anderen Dingen, mit denen man sich schmücken kann. Als Schmuckdesignerin liebe ich es natürlich, Metall einfließen zu lassen“, sagt die Designerin. In ihrer Werkstatt kommen überwiegend Silber, aber auch Gold und andere Materialien häufig zum Einsatz. Alle Schmuckstücke kann man sich im Internet mittlerweile ansehen. Die Kreationen kann man sowohl in Gold als auch in Silber bestellen.

„Mein Traum ist es, ein Schmucklabel aufzubauen, das auch Arbeitsplätze schafft. Ich möchte eine Bewegung in Gang bringen. Ein Traum, den man sich gemeinsam erarbeitet, und ein Beruf, der lebenserfüllend ist, wären schön“, definiert Miriam Gonnissen große Ziele für die kommenden Jahre. Sie möchte den Menschen die Liebe zum Detail vermitteln. Auch die Produktion in Deutschland und der Know-how-Transfer liegen der Designerin besonders am Herzen. Dafür hat sie den idealen Standort gefunden. Sie ist dabei, in der für die Schmuckbranche so wichtigen Stadt Pforzheim einen Markennamen aufzubauen.

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