Herbert-Hofmann-Preise für Schmuckdesigner

15. März 2017  
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Im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse wurden auch in diesem Jahr die Herbert-Hofmann-Preise für herausragende Beiträge der Sonderschau SCHMUCKvergeben. Gewinner 2017 sind Florian Weichsberger, Volker Stropps und Sanaa Khalil.

 

Begehrte Auszeichnung 

Im Bereich des Autorenschmucks sind die Herbert-Hofmann-Preise eine der renommiertesten internationalen Auszeichnungen. Entsprechend groß war die Spannung bei den Gästen und den vertretenen Schmuckkünstlern und -gestaltern bei der Preisverleihung am Samstag, 11. März, in Halle B1 auf der Internationalen Handwerksmesse. Als diesjährige Gewinner wurden Florian Weichsberger, Volker Atrops und Sanaa Khalil geehrt.

Die Gewinner

Überzeugt zeigte sich die Jury von den runden Broschen von Volker Atrops, die mit traditionellen Vogelmotiven bemalt sind. Auf den ersten Blick erinnerten sie an volkstümliche Malerei auf Gebrauchsgegenständen, die entsprechende Farbigkeit, übereinandergelegte Zeichnungen, Flecken, Sterne und Striche verwandelten die Broschen jedoch in Buttons der Streetkultur, so die Jury. „Diese Broschen laden uns ein, kulturelle Codes in Frage zu stellen und gleichzeitig bieten sie eine Reflexion über Tradition, Identität und zeitgenössisches Machen.“ Ausgezeichnet wurden auch die Holzbroschen von Sanaa Khalil (Libanon/Italien). Dabei hob die Jury vor allem deren starke Präsenz und Ausdrucksstärke hervor. Die Serie von Anhängern von Florian Weichsberger, dem dritten Preisträger, sei „hochästhetisch ausgeführt und habe gleichzeitig etwas Bedrohliches“, so die Jury. Schließlich beinhalteten die Anhänger bewegliche Elemente und ermöglichten das Verstecken und Ausklappen spitzer Teile.

Die Jury

Die Jury für den Herbert-Hofmann-Preis bestand dieses Jahr aus Prof. Otto Künzli, Dr. Gert Bruckner, Dr. Monica Gaspar, Prof. Dr. Marjan Unger und Dr. Cornelie Holzach. Verliehen werden die Herbert-Hofmann-Preise jährlich in der Sonderschau SCHMUCK auf der Internationalen Handwerksmesse. Allein dort auszustellen ist für viele Goldschmiede und Schmuckgestalter großes Ziel: Mehr als 700 Bewerbungen waren für die Sonderschau SCHMUCK 2017 eingegangen, ausgewählt und ausgestellt wurden schließlich Beiträge von 67 Künstlerinnen und Künstlern aus 31 Ländern.