Fair Trade: Jetzt mit Siegel!

25. Mai 2016  
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Jan_Spille_FairtradeDie Umsetzung von fairen Standards im Goldabbau ist nur einer von vielen Aspekten in der Diskussion um umweltverträgliche, nachhaltige und ethisch vertretbare Schmuckherstellung. Eine Bestandsaufnahme

So weit, so gut: Die ersten Schmuckproduzenten in Deutschland sind von Fairtrade zertifiziert und dürfen das begehrte Siegel führen. Damit wird garantiert: Das verwendete Gold stammt ausschließlich aus kleingewerblichen Goldminen, die den Richtlinien und Standards von Fairtrade genügen.

 

Dazu zählen:

– verantwortungsvoller, umweltverträglicher Abbau
– Verbot von Kinderarbeit ausbeuterische Art
– verantwortungsvoller Umgang mit Chemikalien (z.B. Quecksilber)
– Mindestpreise für die Bergbauarbeiter
– keine Zwangsarbeit
– sichere Arbeitsbedingungen
– keine Korruption

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1 Ringe aus der Goldschmiede Jan Spille 2 Ring aus dem Atelier Aurhen aus ökofairem Gold aus Argentinien, Firma Siepelmeyer (www.oekoandina.de), Turmalin (13,02 ct), ökofair aus Brasilien (www.brazilgems.de) 3 Ring „Join“ von Noën aus Fairtrade-Gold 4 Trauringe aus der Green Line von Rauschmayer 5 Ring von Materia Prima aus fairem Silber und Gold mit bemaltem Porzellan.

 

 

 

 

 

 

 

Wer also mit zertifiziertem Fairtrade-Gold arbeitet, trägt wesentlich zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter bei. Dass damit längst nicht alle Probleme gelöst sind, bezeugt ein Blick auf das komplexe Geschehen: Unterschiedliche Organisationen setzen ganz verschiedene Kriterien für „faires Gold“, die Intransparenz des Handels erschwert die Kontrolle, die ökologische Gewinnung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Zudem geht es nicht nur um Gold, denn erst die gleichzeitige Verwendung „fairer Edelsteine“ kann für ein gutes Gewissen bei Schmuckproduktion und Schmuckkauf sorgen. Doch bleiben wir beim Gold und bei den Verdiensten der Vorreiter in Sachen Fairtrade und weiterer engagierter Unternehmen in Deutschland.

Jan Spille: Fair Trade Award | Ein Mann der ersten Stunde, einer der ersten Träger des Fairtrade-Siegels und mit dem Fair Trade Award ausgezeichnet: Jan Spille (wir berichteten mehrfach) achtet schon seit 2003 auf „faire“ Materialien. Der Goldschmied und Schmuckdesigner mit Atelier in Hamburg legt Wert darauf, verschiedene Produkte auf dem Markt zu unterscheiden:
– das zertifizierte Gold (die Zertifizierung sagt nichts über den ökologischen Abbau aus)
– das ökologische Gold
– aus ökologischem Abbau
– recyceltes Gold (Jan Spille selbst arbeitet mit einem Gerät, das es ihm ermöglicht, Gold selbst zu scheiden.)

Erfahren Sie mehr darüber in der aktuellen „Schmuck-Magazin“-Ausgabe.