Baselworld 2017 als Spiegel der internationalen Entwicklung

11. April 2017  
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Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Schmuck+Uhren unter deutschen Ausstellern hat ergeben, dass die Erwartungen an die Baselworld 2017 zu rund zwei Drittel teilweise bis ganz erfüllt wurden. Unter Berücksichtigung der weltweiten Abkühlung des Schmuck- und Uhrenmarkts im vergangenen Jahr und eines unverändert angespannten internationalen politischen Klimas zeigt sich der Bundesverband mit dem Verlauf der einwöchigen Spitzenmesse per Saldo zufrieden, auch wenn der Optimierungsbedarf für die Messe selbst unverändert besteht. Jedes zweite Unternehmen setzt noch auf ein gutes Nachmessegeschäft, wie die umfassende Umfrage ergab.

Die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung der Uhren- und Schmuckbranche über Basel hinaus wird von drei Viertel der befragten Firmen als gut bis befriedigend eingeschätzt. Für das erste Quartal des neuen Jahres bewegt sich die Einschätzung mit gut bis mittelmäßig bei rund 8o %. Das positive Stimmungsbild basiert offenbar nicht nur auf den Eindrücken und Verkaufsgesprächen auf der Baselworld 2017, sondern ebenso auf den Ergebnissen der Inhor-genta in München, die wieder stark an Renommee gewonnen hat.

Das Abschmelzen der Ausstellerzahlen um 200 Firmen gegenüber 2016 stimmt zahlreiche deutsche Aussteller dennoch nachdenklich. Im Mittelpunkt der Kritik steht die mangelhafte Transparenz bei der Kostengestaltung, vor allem gegenüber kleineren Unternehmen und damit einhergehend eine empfundene Ungleichbehandlung. Neben der Kostengestaltung bezieht sich diese kritische Einstellung ebenso auf die Verteilung der Standflächen, wobei in 2018 eine wesentliche Optimierung erwartet wird. Angesichts weiter gesunkener Ausstellerzahlen und auch einem Minus bei den Einkäufern setzen Vorstand und Geschäftsführung des Bundesverbandes Schmuck + Uhren auf eine einsichtige und flexiblere Haltung bei den Verantwortlichen der Baseler Messe. So wurde bereits zum Abschluss der Baselworld 2017 eine Verkürzung der Ausstellungsdauer in 2018 um zwei Tage verkündet, was sich wahrscheinlich als kostensenkend für viele Aussteller auswirken wird.