Diamanten: Aus Licht wird Liebe

2. Dezember 2014  
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web_diamant Nehmen wir an, wir würden in einer Zeit leben, wo das Wünschen noch geholfen hat (frei nach Gebrüder Grimm). Und jede Frau und jeder Mann könnten sich ein Schmuckstück herbeisehnen. Dann würde es auf dem Gabentisch funkeln und glitzern, denn Diamanten gehören nach wie vor zu den begehrtesten Pretiosen. Schon gehört: Märchen können in Erfüllung gehen!Sie sind und bleiben die Botschafter Nr. 1, wenn es um Liebe geht: Diamanten. Kleine und zarte für die keimenden Gefühle, große und prächtige für die große Leidenschaft, ganz, ganz viele für die ewige Liebe – um nur einige Möglichkeiten und Facetten des Themas zu beleuchten. Womit wir beim Thema Licht wären, das ja untrennbar mit dem Diamanten verbunden ist. In welcher Schliffart er uns auch immer begegnet – vom klassischen Brillantschliff bis zum zauberhaften Herzschliff, immer geht es darum, das Licht einzufangen und hundert- und tausendfach wiederzugeben. Hier ein paar Beispiele:
Der runde Brillant leuchtet mit 57 Facetten, ein oval geschliffener Diamant mit 55, der Tropfen besitzt 56 Facetten, ein rechteckig geschliffener Diamant weist 29 Facetten auf. Ein quadratisch geformter Princess Cut kann variieren: zwischen 58 und bis zu 146 Facetten machen den Diamanten unverwechselbar. Als wahres Lichtwunder gilt der Gabrielle Cut von Gabi S. Tolkowsky mit in der Regel 105 Facetten (es gibt Ausnahmen). „Berg des Lichts“ wurde der sagenumwobene Koh-i-noor genannt, ein 110-karätiger Diamant (22 g), der heute Teil der britischen Kronjuwelen ist.

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Das Spiel mit dem Licht begegnet uns tagtäglich, wenn es um schönen Diamantschmuck geht. bellaluce – der Name des bekannten Diamantschmuckherstellers – bedeutet im italienischen nichts anderes wie schönes Licht. Ein besonders romantisches Bild zeichnet der Satz „Turning light into love“, den wir beim Diamantspezialisten Rivoir gefunden und als Titel für unsere Geschichte entlehnt haben (siehe auch unser Interview).

Das „Schmuck Magazin“ im Gespräch mit Stephan Rivoir von der gleichnamigen Schmuckmanufaktur.

Was ist in Ihren Augen der derzeit wichtigste Trend in Sachen Diamant?
Diamanten sind gefragt wie nie zuvor. Das liegt u.a. daran, dass die Kunden heutzutage Diamanten am besten verstehen und daher gerne auch Diamanten kaufen. In Deutschland wird das Thema Zertifikat immer präsenter. Im globalen Kontext wird im Moment darüber diskutiert, wie der Markt mit synthetischen
Diamanten umgehen soll.

Verändern sich die Ansprüche der Kunden und wenn ja, wie?
Kunden von heute wissen besser über Diamanten Bescheid, da sie sich über die neuen Medien wie das Internet sehr gut informieren können. Sie können daher ihre Wünsche sehr genau äußern.

Welchen Stellenwert nehmen farbige Diamanten ein?
Seit einigen Jahren haben farbige Diamanten an Bedeutung zugenommen, und dieser Trend wird auch die kommenden Jahre anhalten. In Europa werden gerne gelbe und braune Diamanten gewählt, in Asien verstärkt auch die seltenen teuren Farben wie Pink, Rot oder Blau.

Ihre Erwartungen für das nächste Jahr?
Ich glaube, dass der Trend beim Diamanten bleibt und auch die drei bekanntesten Farbedelsteine Saphir, Rubin und Smaragd an Bedeutung zulegen werden.

Was ist Ihr persönlicher Geschenktipp für das bevorstehende Fest?
Armbänder sind momentan ein großes Thema, natürlich auch mit Diamanten.