Design mit Degree

24. November 2017  
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Schmuck – frisch von den Hochschulen. Wer ein „Master“ seines Fachs sein will, findet in Deutschland ausgezeichnete Ausbildungsstätten, die zukunftsorientiert arbeiten und gleichzeitig auf ihre Tradition stolz sein können. Schmuckkunst, Schmuckdesign oder beides zusammen: Den Studierenden geht es vor allem um die Verwirklichung ihrer Ideen, die ein gewisses Rüstzeug voraussetzt, soll die Kreativität auch allgemein als solche wahrgenommen werden. Was die führenden Hochschulen hierzulande bieten und leisten, lockt junge Leute aus der ganzen Welt an – und versorgt unsere Branche mit immer neuen Impulsen.

 

Düsseldorf: Design in Serie // Lowtech meets Hightech

Der Studiengang Applied Art & Design an der Hochschule Düsseldorf setzt Schwerpunkte auf Schmuck, Produkt und Objekt. Das Kursangebot reicht von angewandt bis künstlerisch und zeichnet sich durch eine große Offenheit gegenüber allen Ausrichtungen von Kunst und Design aus. Spielerische Experimente, klare Analysen und innovative Konzepte resultieren in Unikate und Serien.

Collier „Saudade“ von Anja Metzger.

Collier „Saudade“ von Anja Metzger.

Brosche von Elisa Sophia Herrmann, 2017, Ebenholz, Farbe, Acrylglas.

Brosche von Elisa Sophia Herrmann, 2017, Ebenholz, Farbe, Acrylglas.

Halsschmuck von Florian Milker, 2015, Polyamid, Selasto, Plastik, Nylon.

Halsschmuck von Florian Milker, 2015, Polyamid, Selasto, Plastik, Nylon.

 

 

Burg Giebichstein: Schmuck ist Schmuck // Ideen auf kleinstem Raum

Das Diplom für Bildende Künste strebt an, wer sich für die Studienrichtung Schmuck des Studiengangs Plastik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle entscheidet – eine Ausbildung mit Tradition und internationalem Renommee.  Schließlich wird an der „Burg“ bereits seit 1916 Schmuck gelehrt, seit 1974 in einer selbständigen Schmuckklasse. Die Studienrichtung Schmuck ist nicht nur national und international angesehen, sondern spielt auch innerhalb der Hochschule eine zentrale Rolle – als eine von Anfang an im Fachbereich Kunst angesiedelte Ausbildung, die sich jedoch seit jeher immer wieder neu definiert und weiterentwickelt.

Bei aller Nähe zur Kunst: Schmuck ist Schmuck heißt es an der „Burg“, und auch die Tragbarkeit der kleinen Objekte, die sich auf die eine oder andere Weise als Ornament am Körper oder der Kleidung befestigen lassen, ist durchaus erwünscht. Schmuck soll die Zeit reflektieren, in der er gemacht ist, soll ausdrücken, wie man sich selbst, sein Gegenüber und seine Umgebung versteht. Er soll Gedanken greifbar werden lassen und natürlich Freude machen.

Design PF: Form und Formung // Schmuck reflektiert die Wirklichkeit

Hohe handwerkliche sowie gestalterische Qualität sind hier Ehrensache! Wer dem Fachbereich Schmuck an der Fakultät für Gestaltung (DESIGN PF) der Hochschule Pforzheim angehört, hat einen Ruf zu verteidigen. Denn dieser Ausbildungsbereich existiert mit allen seinen Vorgängerinstitutionen bereits seit 1877 in Pforzheim – und gilt somit als eine der ältesten, traditionsreichsten und renommiertesten Hochschulen mit der Disziplin Gestaltung im bundesdeutschen Sprachraum. Sich schmücken gehört zum Wesen des Menschen. Dabei hat der Schmuck auch den Auftrag, Wirklichkeit zu reflektieren, Identität zu schaffen und das Leben transfunktionell mitzugestalten. Im Lauf des Studiums beschäftigen sich die Studierenden mit allen relevanten Techniken und Fertigkeiten, die man als Designer für Schmuck und Objekte der Alltagskultur braucht. 

Schmuckstück von Kristina Gruber.

Schmuckstück von Kristina Gruber.

Halsschmuck „Come Around“ von Julia Obermaier, 2016, Achat, Harz, Pigmente.

Halsschmuck „Come Around“ von Julia Obermaier, 2016, Achat, Harz, Pigmente.

Idar-Oberstein: Experimente mit Edelstein // Künstlerische Bildung und wissenschaftliche Lehre

 

Der Fachbereich Edelstein- und Schmuckdesign der Hochschule Trier am Standort Idar-Oberstein wurde 1986 gegründet. Seitdem hat sich das Studienangebot kontinuierlich entwickelt. Schmuck ist angewandte Kunst: Unter diesem Credo geschieht die Ausbildung der Studierenden elementar auf einer künstlerischen Basis – hinführend auf deren gesellschaftliche Aufgabe hinsichtlich Schmücken und Schmuck. Edelstein und Schmuck, so die Philosophie der Hochschule, brauchen zusätzlich und gleichzeitig zur künstlerischen Basis die Fähigkeiten des Handwerks im Sinne einer geeigneten Perfektion sowie Elemente des Designs im Sinne einer zweckmäßigen Ästhetik und einer tauglichen Vermarktungsstrategie. Der Campus Idar-Oberstein sieht sich als ein Ort der Auseinandersetzung im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Bildung einerseits und wissenschaftlicher Lehre und Forschung andererseits.