Aufbruchstimmung in Schwäbisch Gmünd

28. August 2015  
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Iris_SchambergerAlles neu und alles anders. Nicht nur das Stadtbild hat sich geändert, auch die traditionsreichen Hersteller von Schmuck und Gerät stellen neue Weichen. Zum Beispiel mit der Ausstellung „126 – Gold & Silber Schwäbisch Gmünd“.

 

Tradition, Kultur, Vergangenheit: Schwäbisch Gmünd bietet tatsächlich jede Menge davon. Die älteste Stauferstadt blieb in all den Kriegen weitgehend unzerstört und kann deshalb mit Architekturdenkmälern und Kirchen aus allen Epochen beeindrucken. Eines der wichtigsten Kapitel der Stadtgeschichte erzählt von der Gold- und Silberschmiedekunst, die hier auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken kann. Was mit der Einrichtung einer Zeichenschule im Jahr 1776 zur Ausbildung der Edelmetallhandwerker begann, wuchs zu einem weitverzweigten Netzwerk an Schulen und Ausbildungsstätten, das die Stadt heute zu einem Designzentrum von internationalem Rang macht. Das Schmuckdesign, um das es uns an dieser Stelle vor allem geht, kann sich Jahr für Jahr über junge Gestalter freuen, die ihre Ausbildung auf der Basis einer starken Tradition, aber mit offenem Blick in die Zukunft mit Erfolg beenden. Viele bleiben in Schwäbisch Gmünd, andere zieht es hinaus in die Welt – aber alle kehren immer wieder gerne hierher zurück – wie auch in diesem Jahr zur 1. Gmünder Messe für Schmuck und Gerät.
Klaus_Zimmermann
Die dreißig Aussteller der „126 – Gold & Silber Schwäbisch Gmünd“ getauften Veranstaltung stammen entweder aus Schwäbisch Gmünd, haben ihre Ausbildung hier abgelegt oder durch die Teilnahme an Workshops, Kursen oder Ausstellungen eine Verbindung zur Stadt aufgebaut. Die Messe richtet sich an den Verbraucher, doch auch Galeristen, Designjuweliere und andere Wiederverkäufer haben sich den Termin längst notiert: 18.–20. September. Parallel zur „126“ findet an diesem Wochenende im Rahmen des Gmünder Sommers der Markt „Garten, Gold und Gsälz“ statt, ein bunter Markt mit Produkten aus den genannten Bereichen. Für Nichtschwaben: Bei Gsälz handelt es sich um Marmelade.

Das erste Gmünder Gsälzfest fand übrigens während der Landesgartenschau 2014 statt, bei der die Gäste zum ersten Mal das „neue“ Schwäbisch Gmünd bewundern konnten. Denn Unglaubliches hat sich ereignet: riesige Infrastruktur- und Umbaumaßnahmen, die Verlegung der B29 in einen Tunnel und das „sich hübsch“ machen für die Gartenschau haben der 60.000-Einwohner-Stadt eine neue Attraktivität verliehen, die Bürger und auch die Schmuckbranche in Aufbruchstimmung versetzt.