3D-Schmuck Design aus dem Drucker

9. Februar 2018  
Gelistet unter: Design, News

Ring „Lamia Belleros“
von Monomer aus der Kollektion „Odyssee“ in 18 Kt. Gelbgold

Spannender denn je: Mit Hilfe des 3D-Drucks hergestellter Schmuck eröffnet den Designern ganz neue Dimensionen. Wir informieren über Neuheiten und fragten die Hersteller nach dem neuesten Stand der Technik.

Der Hype um die ersten Schmuckstücke aus dem 3D- Drucker ist abgeklungen, und dennoch wird das Thema immer aktueller. Mehr Schmuckkünstler nutzen die neuen Möglichkeiten, mehr Hersteller interessieren sich dafür, mehr Designer schaffen neue, überraschende Formen. Auch die Käufer lassen sich begeistern: Vor allem technikaffine Menschen lieben die architektonischen Elemente, die vielen Schmuckstücken innewohnen.

Bekanntlich wird der 3D-Druck bei der Schmuckherstellung auf zwei verschiedene Arten eingesetzt. 1. Schon lange gebräuchlich und inzwischen weit verbreitet ist der Druck von Prototypen oder Wachsmodellen für den späteren Feinguss. 2. Im Direktdruck werden Schmuckstücke aus Kunststoffen angefertigt – wie man sie zum Beispiel von der in Düsseldorf ansässigen Designerin Monika Seitter kennt – oder Schmuck wird in Gold und Silber direkt gedruckt. Der Direktdruck ist immer noch aufwändig und kostenintensiv – und doch bewegt sich hier einiges. Die Drucker werden günstiger, die Techniken verbessert. Wir haben Informationen aus erster Hand eingeholt.

Die Optik entscheidet

 

Wir fragten Thomas Mrokon von Monomer nach seiner Sicht auf die
3D-Schmuckwelt

Wie hat sich die 3D-Szene beim Schmuck aus Ihrer Sicht entwickelt?
Thomas Mrokon: Meine erste druckbare Schmuckdatei für eine Herstellung im selektiven Lasersinterverfahren ist 2006 entstanden. Es war eine Kette aus Polyamid. In diesen elf Jahren hat sich beim 3D-Druck so manches getan: Der Zugang zu dieser Technologie ist heute fast so einfach wie Online-Shopping. Dadurch ist ein Preiskampf entstanden. Die Vielfalt an Materialien und Techno-logien ist immens und erfordert ein großes Know-how, um wirklich effizient damit zu arbeiten.

 

Was gibt es bei Ihrer Monomer-Kollektion Neues?
Wir bleiben unserer Linie treu und entwickeln Designs, die handwerklich nicht herstellbar sind. Mit neuen Mustern für die Kollektion „Odyssee“ haben wir eine ganz andere Anmutung geschaffen. Und mit der Kollektion „Epigraph“ bringen wir noch mehr Möglichkeiten der Personalisierung.

Interessiert sich der verbraucher für die Technik?
Bei Frauen spielt die Technik keine Rolle, bei Männern schon eher. Aber am Ende entscheidet die Optik und nicht die Technik.

Arbeiten Sie mit Wachstechnik oder Direktdruck?
Sowohl als auch. Allerdings ist für Silber der Wachsdruck die einzige wirkliche Option. Wir waren 2013 Pioniere mit dem Direktdruck von Schmuck in Gold und Platin, weil ich darin großes Potential gesehen habe. Allerdings waren die Ergebnisse für unsere Anforderungen nicht so überzeugend. So haben wir uns beim Wachsdruck weiterentwickelt und Grenzen überschritten, die als unüberwindbar galten. Uns werden auch weiterhin beide Technologien begleiten.

Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Schmuckmagazins.