Licht und Schatten im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau

10. April 2015  
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DGH

Arno Pancke: Möbius, Baustahl, Silber, 1997

In seinen beiden kommenden Ausstellungen nimmt sich das Deutsche Goldschmiedehaus dem Phänomen von Licht und Schatten an. Im Silbersaal präsentieren 61 Mitglieder des Forums für Schmuck und Design in Köln ihre Schmuckideen zum Thema Schatten. Als Grundlage diente eine Erläuterung zu Herkunft und Definition des Begriffs, seine Bedeutung in der Astronomie, in der Mythologie oder im Volksglauben. Das Schattenbild Goethes aus dem Jahre 1762, Friedrich Nietzsches Gedicht „Der Wanderer und sein Schatten“, Platons Höhlengleichnis wie auch die „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss dienten als Anregung. Die Schmuckstücke beschäftigen sich mit den Schattenseiten, dem Schlagschatten, dem Schatten der Vergangenheit, dem Schattenkuss oder dem Lidschatten – um nur einige der originellen Ideen zu nennen.

Parallel zur Schattenausstellung zeigt der Hanauer Künstler Arno Pancke (*1968) seine Arbeitsergebnisse zum Thema Licht. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit dem Phänomen des Lichts, dem Versuch eine nicht sinnlich erfahrbare Sache, ihre charakteristischen Auswirkungen mittels Abstrakter Gedanken und klar definierter Materie, sichtbar zu machen. Viele seiner Überlegungen finden sich in kleinen Objekten wieder, die nach und nach zu tragbarem Schmuck werden – Klarheit und Reduktion sind sein absolutes Credo. Dabei verwandelt Arno Pancke nicht nur Gold, Silber und Platin in „lichte“ Objekte, sondern schafft auch individuelle Eleganz in Baustahl.
Die Ausstellung zum Thema Schatten (7. Mai bis 2. Juli) wird im Silbersaal gezeigt, das Licht Projekt (7. Mai bis 10. Juni) findet im Souterrain statt.

Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. Deutsches Goldschmiedehaus Hanau
Altstädter Markt 6
63450 Hanau
www.goldschmiedehaus.com